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Modernes Zahlendesign
Numerologie

Hebräische Numerologie (Zahlensymbolik)
und die Bibel

von R. Baruch, PhD

 

Zahlen kommen in der Schrift viel öfter vor als die meisten glauben. Es ist wichtig zu erkennen, dass Zahlen sehr oft Informationen beinhalten, die eine große Hilfe dabei bieten, zu einer richtigen Interpretation eines bestimmten Abschnitts der Schrift zu kommen. In gleicher Weise, wie ein Wort oder jeder einzelne Aspekt eines Wortes einem Bibelausleger Einsicht gewähren kann, genauso wichtig ist es für den Bibelleser, Bedeutung von Zahlen zu verstehen. 

 

Die Numerologie kann missbraucht werden und auch von denen gebraucht werden, die keine Nachfolger des wahren lebendigen Gottes sind; deshalb ist die Feststellung wichtig, dass die Bedeutungen der Zahlen, die in diesem Artikel aufgezeigt werden, allein durch die biblischen Texte untermauert werden und nicht den Zahlendeutungen des traditionellen Judentums oder des Christentums entsprechen müssen. Man sollte vorsichtig sein und die Bedeutung nicht auf Zahlen anwenden, die außerhalb der Schrift vorkommen. Zum Beispiel steht der Geburtstag einer Person in keinerlei Zusammenhang zur biblischen Bedeutung dieser Zahl. Nur wenn eine Zahl in einem Bibeltext erscheint, sollte man versuchen herauszufinden, ob die Interpretation der Zahl in irgendeiner Weise relevant sein könnte. 

Klickt auf die entsprechende Zahl und entdecke, welche biblischen Informationen sich hinter dieser Zahl verbergen. Du wirst staunen!

1

# 1
BEZUG GOTT

Bezieht sich auf HaShem (hebr. = der Name = ehrfurchtsvoll für Gott), Er ist der EINE. Die Zahl kann sich auch auf Einheit beziehen. Das erste Mal kommt die Zahl EINS in 1. Mose 1, 5 vor. Dort heißt es: "Und es wurde ein Abend, und es wurde ein Morgen - EIN Tag. Etwas später wird im gleichen Buch von dem Mann und seiner Frau gesagt: "...und sie wurden EIN Fleisch". (1. Mose 2, 24). Es ist sehr bedeutend, dass in beiden Beispielen das Subjekt aus einem Mehrfachen besteht. Im ersten Beispiel wurde aus Abend und Morgen EIN Tag, und im zweiten Beispiel wurde aus Adam und Eva EIN Fleisch.  Einer der bekanntesten Abschnitte in der Torah bzgl. HaShem ist 5. Mose 6, 4: " Höre Israel, der Herr, dein Gott, der Herr ist EINER". Man muss sich die Frage stellen nach der Beziehung des hebräischen Wortes  " אחד  " (eins), das ein Mehrfaches mit EINS beschreibt, und der Aussage, dass der Herr, der Gott Israels EINER ist = אחד. Die Antwort ist, dass das hebräische Wort  אחד  sich auf das Konzept einer Einheit, die EINS ist, auf eine Vereinigung, beziehen kann. Es gibt ein anderes hebräisches Wort, das der Autor hätte benutzen können, wenn er auf ein absolutes EINS, oder eine Singularität hätte Bezug nehmen wollen. Dies ist das hebräische Wort  יחיד Tatsächlich gibt es ein bekanntes Gebet im Judentum, das sagt:   " אחד ואין יחיד כיחודו" . Dieser Ausspruch sollte übersetzt werden mit: "(Gott ist) EINER und es gibt keine Einzigartigkeit wie seine Einzigartigkeit." Der Gedanke, dem in diesem Gebet Ausdruck verliehen wird, ist dass der Gott Israels EINER ist; aber nicht EINER im absoluten Sinn, sondern vielmehr schließt dieser EINE Einzigartigkeit und eine Komplexität ein.  Die Zahl EINS wird oft herangezogen, wenn die Schrift ein Objekt, wie einen Mann oder eine Stiftshütte beschreit. In diesem Fall wäre es der einfache, herkömmliche Gebrauch, wie die Zahl eins oder auch jede andere Zahl in der Schrift benutzt wird. Oft hat die Verwendung einer Zahl keinerlei Bedeutung, die man aus der hebräischen Numerologie ableiten könnte. Deshalb muss der Leser auch immer, wenn er in einem Vers auf eine Zahl stößt, in Betracht ziehen, dass diese Zahl wirklich nur eine Anzahl ohne weitergehende Bedeutung ist.  Weil die Zahl EINS oft mit Gott in Verbindung gebracht wird, gibt es in der Schrift ein besonderes Phänomen bezüglich dieser Zahl. Manchmal wird diese Zahl gebraucht, um eine einzigartige Beziehung auszudrücken, in der ein Objekt zu HaShem steht. Zum Beispiel "Und es wird ein einziger Tag sein — er ist dem Herrn bekannt...." Sacharja 14, 7.  Im obigen Text hätte Sacharja ja auch einfach sagen können: "Und es wird ein Tag kommen...". Die Tatsache, dass der Prophet "ein einziger Tag" gesagt hat, zeigt dass dieser Tag in einer einzigartigen Weise zu Gott in Relation steht. Ähnlich sagt der Prophet Hesekiel in Kapitel 37 das Wort "ein (einziger) König", "eine (einzige) Nation" und "ein (einziger) Hirte (Hesekiel 37, 22, 24). Jedes dieser Objekte - König, Nation und Hirte – stehen in Verbindung zu HaShem. Der König und Hirte ist der Messias Yeshua (griechisch: Jesus Christus), der Sohn Gottes, und die EINE Nation ist Israel, das Volk Gottes.

2

# 2
Zwei voneinander abweichende Meinungen oder Unterschiede

Das klassische Beispiel für die Nummer "ZWEI" findet man in Matthäus 26. Da sagt Yeshua zu seinen Jüngern  "Ihr wisst, dass in zwei Tagen Passah ist, und der Menschensohn wird zur Kreuzigung ausgeliefert." Matth. 26, 2  Der Ausdruck "nach zwei Tagen" ist irgendwie ohne Bedeutung, denn 'nach zwei Tagen' kann drei oder vier Tage bedeuten. Der Zeitraum ist unspezifisch. Der Grund für solch eine unklare Sprache ist, dass die Zahl ZWEI an dieser Stelle nicht nur numerisch zu verstehen ist. Dies bedeutet, dass es nicht beabsichtigt ist, dem Leser mit dem Text eine eindeutige Information zu einem Zeitraum zu geben. Vielmehr weißt die Zahl ZWEI in diesem Zusammenhang auf eine der numerologische Bedeutungen der Zahl hin. Oft bezieht sich die Zahl ZWEI auf zwei auseinandergehende Meinungen. Im zuvor genannten Vers möchte der Autor den Leser darauf aufmerksam machen, dass es zwei sehr unterschiedliche Arten gibt, das kommende Passahfest zu verstehen. Yeshua möchte betonen, dass er hinauf nach Jerusalem geht, um als das wahre Passahlamm zu sterben. Obwohl Yeshua dies sehr ausdrücklich betont, haben die Jünger es nicht aufgenommen. Tatsächlich haben es die Jünger überhaupt nicht wahrgenommen, was sich an diesem Passahfest in Bezug auf Yeshua ereignen sollte. In anderen Worten, Yeshua und seine Jünger haben zwei auseinander gehende Meinungen bezüglich des Passahfestes.  Das gleiche Prinzip findet man auch in der hebräischen Bibel (Alter Bund). Im Buch Amos liest man: "Gehen auch zwei zusammen, ohne dass sie übereingekommen sind?" Amos 3, 3  Das Wort, das im Deutschen mit "dass sie übereingekommen sind " übersetzt wurde, ist נועדו . Die Wurzel dieses Wortes ist   יעד; diese bezieht sich auf ein spezifisches Ziel. Das Wort, das diesem Wort voransteht, ist  בלתי, und im Kontext impliziert das Wort einen Wechsel der Umstände. Hätte es keine Veränderung der Bedingungen gegeben, hätten die beiden nicht miteinander gehen können, d.h. sie hätten das gemeinsame Ziel nicht erreichen können.  Die Konzeption des Abweichenden oder des Unterschieds kann man auch im 1. Buch Mose sehen. In Bezug auf Sonne und Mond liest man "Und Gott schuf zwei große Lichter..." 1. Mose 1, 16. Offensichtlich sind die Sonne und der Mond sehr unterschiedlich; während die eine die Quelle des Lichts ist, wird das Licht vom Mond nur reflektiert.  Ebenfalls im ersten Buch Mose begegnet uns der Bericht über die Sintflut. Hier erhält Noah den Befehl, jeweils zwei Tiere jeder Art in die Arche zu bringen. In diesem Abschnitt handelt es sich um zwei unterschiedliche (oder abweichende) Arten der gleichen Sorte, d.h. männliche und weibliche. Genauso kamen zwei Engel nach Sodom, um damit zu zeigen, dass die Einwohner von Sodom eine vom Gesetz Gottes sehr abweichende Lebensweise führten.  Noch einmal, der Leser sollte nicht davon ausgehen, dass jedes Mal, wenn die Zahl zwei in der Bibel erscheint, diese auch immer auf diese Weise zu interpretieren ist. Trotzdem wird der Leser in der großen Mehrzahl der betreffenden Stellen eine gute Unterstützung bei der richtigen Interpretation finden, wenn er bei der Zahl zwei diese Unterschiedlichkeit in Betracht zieht.

3

# 3
Prüfen, aufdecken, beweisen, dokumentieren, Sieg  und -  falls auf Gott angewandt - Heiligkeit

Die Zahl "drei" ist eine der bedeutsamsten Zahlen in der Hlg. Schrift. Der Hauptabsicht bei dieser Zahl ist es, etwas Bestimmtes als Tatsache zu enthüllen oder zu dokumentieren (prüfen, um etwas bestätigt zu sehen). Sie ist auch verbunden mit einem Ergebnis, das dem Willen Gottes entspricht. Das Buch Jona beinhaltet einige der bekanntesten Stellen, die mit der Zahl drei in Verbindung stehen, als Jona "drei Tage und drei Nächte" im Bauch des Fisches ist. Ein Hauptaspekt des Jona-Buches ist die Flucht des Propheten vor der Gegenwart HaShems. Anstatt nach Ninive zu gehen, wie Gott es ihm befohlen hatte, wollte der Prophet diesem Befehl nicht gehorchen, auch auf die Gefahr hin, dass seine Beziehung zu Gott dadurch zerbrechen würde. HaShem beschloss, ihn zu prüfen, um zu sehen, ob Jona wirklich lieber seine Beziehung zu Gott aufgeben würde, anstatt nach Ninive zu gehen. Indem Er Jona drei Tage und drei Nächte in den Bauch des Fisches beförderte, würde sich zeigen, ob  Jona wirklich seine Beziehung zu Gott aufgab wegen des Gebotes nach Ninive zu gehen. Es ist sehr bezeichnend, dass direkt danach (im nächsten Vers) berichtet wird, dass Jona für drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war. Was macht Jona? Der Text sagt, dass Jona aus dem Inneren des Fisches zu dem Herrn, seinem Gott, betete. Somit haben die drei Tage und drei Nächte aufgedeckt, bewiesen oder dokumentiert, dass das, was Jona zu wollen vorgegeben hatte, gar nicht stimmte. Man könnte auch sagen, dass Jona in diesen drei Tagen und drei Nächten geprüft wurde und dass die Prüfung ergab, dass er seine Beziehung zu Gott nicht beenden wollte. Am Ende ging er nach Ninive.  In ähnlicher Weise wies Petrus Yeshuas Aussage zurück, dass er Ihn verleugnen würde. Deshalb sagte Yeshua zu Petrus, dass er Ihn DREIMAL verleugnen würde. Diese drei Verleugnungen bewiesen, dokumentieren und enthüllen dem Leser, dass die Aussage Yeshuas den Tatsachen entsprach. Es ist kein Zufall, dass Yeshua, als er nach Seiner Auferstehung Petrus wiedereinsetzte, ihn dreimal fragte: "Liebst du mich?". In diesem Zusammenhang prüfte Yeshua die Gültigkeit der Aussage von Petrus.  Yeshua offenbarte, dass, so wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, Er ebenso drei Tage und drei Nächte im Bauch der Erde sein und dann von den Toten auferstehen würde. An dieser Stelle dokumentiert die Zahl drei nicht nur die Tatsache, dass Er starb, sondern auch Seine Auferstehung. Es ist auch bezeichnend, dass Yeshua am dritten Tag auferstand.  Die Nummer drei bezieht sich auch auf Sieg, nämlich das Erreichen des Zwecks und die  Erfüllung der Pläne Gottes. Im ersten Buch Mose lesen wir von die Opferung Isaaks. Dieser Abschnitt ist von großer theologischer Wichtigkeit und ist einer der ersten Abschnitte, die im allmorgendlichen Gottesdienst in der Synagoge gelesen werden. Dieser Abschnitt beginnt damit, dass HaShem Abraham befiehlt, seinen Sohn als Brandopfer auf einem der Berge im Land Moriah zu opfern. Zum Höhepunkt kommt es in diesem Abschnitt am dritten Tag. Es war am dritten Tag, dass HaShem den Widder bereitstellte, damit Isaak leben konnte. An dieser Stelle repräsentiert Isaak die Verheißung (Gottes), die gestorben (geendet) wäre, hätte nicht HaShem selbst gehandelt. Es gibt keinen Konflikt zwischen den beiden Deutungslinien der Zahl drei, nämlich Sieg (die Erfüllung des Willens Gottes) und Enthüllung oder Dokumentation. Oft ist gerade der Höhepunkt dessen, was HaShem gerade tun will, auch genau das, was offenbart oder bewiesen wird, wenn die Zahl drei im Raum steht.   Bitte beachten Sie Folgendes: wird die Zahl drei auf Gott angewandt, ist der Bezug möglicherweise Heiligkeit; bei Menschen bezieht sich die Zahl sieben auf Heiligkeit (siehe die Erklärung zu der Zahl sieben).

4

# 4
Die Welt - Vier ist eine globale Zahl

Die Nummer „vier“ hat eine globale Bedeutung oder bezieht sich auf die Welt. Es gibt einige gebräuchliche und sich ähnelnde Ausdrücke in der Schrift, die da sind: „die vier Winde des Himmels“ oder „die vier Ecken der Erde“ oder „die vier Enden des Himmels“. Jede dieser Ausdrücke bezieht sich auf die Erde oder die Welt in zusammenfassender Weise. Im 2. Kapitel des Buches Daniel liest man von einem Traum Nebukadnezars. In diesem Traum sah er ein Bild, das aufgestellt wurde und das aus vier verschiedenen Teilen bestand. Jedes dieser Teile repräsentierte ein Reich, das die Welt beherrschte.   Im 5. Buch Mose, Kapitel 22, wird Israel angewiesen, ein Gewand mit vier Ecken herzustellen und ein Zizit (Schaufaden) an jeder Ecke anzubringen. Der Zizit repräsentiert die biblischen Gebote der Torah (siehe 4. Mose 15). Diese Gebote werden als Rahmen für das Leben in dieser Welt verstanden, und wenn jemand stirbt, werden die Zizit zum Begräbnis der Person von den vier Ecken des Gewandes entfernt.  In den Büchern Hesekiel und Offenbarung begegnen wir den vier Gestalten, die im Himmel sind und niemals aufhören, HaShem zu preisen. Dies wird so verstanden, dass die vier Gestalten, die ohne Unterlass sagen „Heilig, Heilig, Heilig ist der Herr Gott der Heerscharen,  Der da war und Der da ist und Der da kommt“ (siehe Offenbarung 4, 6-9), auf den Willen  Gottes hinweisen, den er für die ganze Welt (Seine Schöpfung) hat.  In ähnlicher Weise ruft einer der Seraphim dem anderen zu „Heilig, Heilig, Heilig ist der Herr der Heerscharen, die ganze Erde (soll) erfüllt (sein) von Seiner Herrlichkeit“.

5

# 5
Unfertigkeit oder Mangel

Damit man die Bedeutung der Zahl „fünf“ verstehen kann, muss man zuerst wissen, dass die Zahl zehn die Bedeutung von Vervollständigung oder Ganzheit hat. Da fünf die Hälfte von zehn ist, liegt es nahe, dass die Zahl fünf Unvollständigkeit bedeutet oder auf etwas Fehlendes hinweist. Ein Wort, das zu dieser Idee passt, finden wir im Johannesevangelium. An einem Ort, der Beit Chesed (Bethsaida) genannt wurde, gab es einen Teich, dessen Wasser Kranke heilte. Der Leser erfährt, dass der Teich von fünf Vorhallen umgeben war. Es wird berichtet, dass in diesen fünf Vorbauten Personen lagen, die nicht heil, nicht vollständig waren. Einige waren gelähmt und der Rest hatte eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen. Es ist kein Zufall, dass diese Leute, die eine fehlende Gesundheit haben, in diesen fünf Vorhallen lagen. Eine weitere Bibelstelle, die die Zahl fünf beinhaltet, finden wir 1. Samuel 17. Im Bericht von David und Goliath, hebt David fünf Steine auf (s. 1. Samuel 17, 40). Warum wird dem Leser die genaue Zahl genannt und nicht einfach gesagt, dass David ein paar Steine gesammelt hat? Die Antwort ist: um den Leser verstehen zu helfen, dass der Sieg nicht dadurch erzielt wurde, dass David den Stein schleuderte, sondern dass Gott dies nur als Mittel gebrauchte, durch den HaShem  den Sieg schenkte. In anderen Worten war der Stein, oder sogar David, der den Stein schleuderte, nicht ausreichend, um den Sieg zu bringen.   Eine der ersten Stellen, an der man den Gedanken von „Mangel“ oder „Unvollständigkeit“ in Bezug auf die Zahl fünf sehen kann, finden wir im 1. Buch Mose. In Kapitel 18 werden zwei Engel nach Sodom gesandt, um die Stadt zu zerstören. Gott sagt Abraham, dass er die Stadt dann nicht auf diese Weise bestrafen wird, wenn 50 Gerechte in der Stadt gefunden werden. (Wir werden noch lernen, dass die Zahl 50 mit Freiheit zu tun hat, wenn wir den Hintergrund dieser Zahl studieren.) Nachdem Abraham das gesagt wird, antwortet er, dass vielleicht 50 Gerechte fehlen, aber vielleicht gibt es ja fünf. Es ist bezeichnend, dass Abraham die Zahl fünf gebraucht und sich damit auf das Fehlen einer genügenden Anzahl Gerechter bezieht.

6

# 6
Gnade

Die Zahl „sechs“ bezieht sich auf die Gnade Gottes. Es ist kein Zufall, dass der Mensch am sechsten Tag der Woche geschaffen wird. Die Tatsache, dass der Mensch am sechsten Tag ein lebendiges Wesen wurde, offenbart, dass der Mensch nur durch die Gnade Gottes wahres, d.h. ewiges Leben erfahren kann – durch eine Beziehung mit Gott. Im Buch Jesaja gibt es einen Abschnitt, der voll von theologischer Wahrheit ist. Im Kapitel sechs lesen wir über den Tod von König Ussija. Ussijas Tod bildet den Zusammenhang dieses Kapitels. Als nächstes wird dem Leser eine Vision gezeigt vom Himmel mit Gott, der auf Seinem Thron sitzt. Es wird über Gott gesagt, dass er hoch und erhaben ist. Die Weisen sehen den Zweck dieses Ausdruckes (hoch und erhaben) darin, dem Leser zu verdeutlichen, dass es eine große Trennung zwischen dem Menschen und Gott gibt. Darüber hinaus wird in dieser Vision vom Himmel berichtet, dass es Seraphim (Engelwesen) da sind, die um den Thron stehen. Es wird dem Leser enthüllt, dass jeder der Seraphim sechs Flügel hatte. Die Seraphim riefen einer dem anderen zu:  „Heilig, Heilig, Heilig ist der Herr der Heerscharen, die ganze Erde ist erfüllt von Seiner Herrlichkeit“. Jesaja 6, 3  Als Ergebnis dieser Proklamation von der Heiligkeit Gottes erbebten die Himmel und wurden mit Rauch erfüllt. Dazu sagte der Mensch Jesaja: „Wehe mir, ich vergehe! Denn ein Mann unreiner Lippen bin ich und unter einem Volk unreiner Lippen wohne ich; denn den König – den Herrn der Heerscharen – haben meine Augen gesehen.“ Jesaja 6, 5  Jesaja reagiert damit darauf, was er gerade gehört hat, nämlich dass die ganze Erde voll der Herrlichkeit Gottes sein wird. Es war diese Vision eines Heiligen Gottes, Der hoch und erhaben ist, die ihm seine eigene Sündhaftigkeit und die Sündhaftigkeit seines Volkes vor Augen führte. Seine Aussage in Vers fünf zeigt seine eigene Hoffnungslosigkeit.  Der Fokus dessen, was als nächstes geschah, lag auf den Seraphim, die sechs Flügel hatten. Einer der Seraphim flog zum Altar und nahm von dort eine glühende Kohle und berührte damit Jesajas Lippen. Dadurch, so lernt es der Leser, wird die Ungerechtigkeit von Jesaja weggenommen und seine Sünde war gesühnt. Der Punkt ist der, dass es eine direkte Verbindung gibt zwischen den sechsflüglichen Seraphim (Seraphim in der Mehrzahl) und der Befreiung von Ungerechtigkeit und der Sühne für die Sünde. Theologisch weiß man, dass die Wegnahme der Ungerechtigkeit und die Sühne für die Sünde allein das Ergebnis der Gnade Gottes ist.   Dass die Zahl sechs mit der Gnade Gottes zu tun hat, erkennt man darüber hinaus auch daran, dass es sechs Zufluchtsstädte gab. Eine Zufluchtsstadt war eine Art sicherer Hafen für solche, die einen anderen Menschen ohne Absicht getötet hatten. Dies wurde nicht als Unfall gesehen, sondern die Torah nennt den, der tötet, einen Mörder. Ein Familienmitglied des Getöteten war dazu aufgerufen, den Mörder umzubringen; allerdings konnte der Mörder in eine der sechs Zufluchtsstädte flüchten und war innerhalb der Mauern dieser Stadt sicher. In anderen Worten, obwohl der Mörder als Konsequenz seiner Tat sterben sollte, findet er „Gnade“ in der Zufluchtsstadt. Deshalb ist es kein Zufall, dass es sechs Städte der Zuflucht gab.   Im Buch Ruth ist das Konzept der Erlösung Hauptthema. Als Boas sich einverstanden erklärte, als Verwandter der Löser für Ruth zu sein, wird dem Leser mitgeteilt, dass er ihr sechs Maß Gerste gab (Ruth 3, 15). Auch dies ist kein Zufall. Es geht darum, dem Leser die Beziehung zwischen Gnade (die durch die Zahl sechs Ausdruck findet) und Erlösung aufzuzeigen. Wenn wir über den Auszug aus Ägypten sprechen, der nur durch Erlösung (das Passahopfer) möglich wurde, sehen wir, dass 600.000 hebräische Männer aus Ägypten herauskamen, d.h. sie erfuhren Erlösung (Siehe 1. Mose 12, 37). Wieder einmal begegnet uns die Zahl sechs (600.000), um die Verbindung zwischen Gnade und Erlösung hervorzuheben.   Im Neuen Testament gibt es viele Stellen, in denen die Zahl sechs auftaucht und wiederum ist der Kontext Gnade. Im Johannesevangelium beginnt der Schreiber, über das Passahfest zu sprechen. Es wurde schon dargelegt, dass das Passahfest als das Fest der Erlösung bekannt ist. Um den Leser an die Verbindung von Erlösung und Gnade zu erinnern, schreibt Johannes: „Deshalb kam Yeshua sechs Tage vor dem Passah nach Bethanien…“ Johannes 12, 1  Eine weitere interessante Begebenheit mit der Zahl sechs finden wir auch im Johannesevangelium. Hier ist der Kontext ebenfalls das Passahfest. In diesem Abschnitt spricht Yeshua über die Zerstörung des Temples, dessen Erbauung vierzig plus sechs Jahre gedauert hatte. Er sagte, er werde den Tempel in drei Tagen wiederaufbauen (Hier bezieht sich Yeshua auf seinen Leib). Wie können diese Zahlen dem Leser dabei helfen, zu einer richtigen Interpretation des Abschnittes zu kommen? Obwohl wir noch die Zahl Bedeutung der Zahl 40 studieren müssen, lernen wir bereits hier, dass die Zahl vierzig sich auf Umbruch oder Veränderung bezieht.  Johannes Kapitel zwei bezieht sich eindeutig auf die Zerstörung des Tempels. Warum wird der Tempel zerstört? Die Antwort ist vielschichtig. Erstens war die Botschaft, die durch den Tempeldienst den Menschen vermittelt werden sollte, aufgrund der Korruption, die den Tempel in den Tagen Yeshuas charakterisierte, sehr verfälscht. Zweitens war die Zeit gekommen, in der die Gnade Gottes geoffenbart werden sollte. Wichtig ist für den Leser, dass Yeshua von 40 plus sechs Jahren Bauzeit sprach, als er den Tempel erwähnte. Warum war es wichtig, diese Tatsache in dem Abschnitt zu erwähnen? Es handelt sich um eine hermeneutische Hilfe für den Leser. Vierzig und sechs spricht über einen Wechsel bzw. eine Veränderung (die Bedeutung der Zahl 40) hin zur Gnade (die Bedeutung der Zahl sechs), weg vom Opfersystem des Tempels. Die Zahl drei erscheint ebenfalls in diesem Bericht (siehe Johannes 2, 19). Wie wir bereits gelernt haben, spricht die Zahl drei von Aufdecken oder Dokumentation. Damit hat Yeshua den Wechsel (40) von Tempelopfern zur Gnade Gottes (6) aufgedeckt (3), die durch Seine Auferstehung dokumentieren (3) wird.   Das letzte Beispiel im Neuen Testament, das wir untersuchen wollen, finden wir im Matthäusevangelium. In Matthäus Kapitel 27, ist der Kontext wiederum das Passahfest. In dem in Frage kommenden Kapitel liest man  „Und von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über die ganze Erde bis zur neunten Stunde“. Matth. 27, 45  Das Matthäusevangelium wurde in einer Art und Weise geschrieben, aus der die Leser mit jüdischem Hintergrund leicht die Bedeutung Seiner Aussagen erkennen konnten. Jüdische Weisen aus vergangener Zeit haben betont, dass – weil der Auszug aus Ägypten nachts stattfand - es einen Zusammenhang zwischen Dunkelheit (der Nacht) und Erlösung (dem Auszug aus Ägypten) gibt. Um Israel zu zeigen, dass Der, Der dort am Kreuz hing, tatsächlich der Erlöser war, ließ HaShem dieses Wunder geschehen. Der Vers betont, dass Dunkelheit die ganze Erde bedeckte bis zur neunten Stunde. Da wir noch die Bedeutung der Zahl neun studieren müssen, soll hier nur darauf hingewiesen werden, dass die Zahl neun sich auf ein „Ergebnis“ oder eine „Tat“ bezieht. Somit wird die sechste Stunde genannt, um auf die Gnade Gottes hinzuweisen und die neunte Stunde, um deutlich zu machen, dass Erlösung das Ergebnis des Todes Yeshuas war.

7

# 7
Heiligkeit, Heiligung, Zweck oder Absicht, sowie abgesondert werden zu einem bestimmten Zweck (ob gut oder böse)

Innerhalb des Christentums wird häufig gelehrt, dass Vollständigkeit die Bedeutung der Zahl sieben ist. Das ist nicht richtig. Die Zahl sieben bezieht sich auf „Ruhe“ und „Heiligkeit“. Das beste Beispiel sind die vielen Stellen, an denen die Zahl sieben im Zusammenhang mit dem Schabbat (dem Sabbat-Tag) gebraucht wird. Der vorrangigste Gedanke des Schabbats ist Ruhe und Heiligkeit. Bitte beachten Sie, dass es auch einen etymologischen Zusammenhang zwischen dem Konzept der Heiligkeit und der Heiligung gibt. In zahlreichen Stellen der Schrift lesen wir, dass HaShem den siebten Tag geheiligt hat bzw. Er hat ihn heilig gemacht. Zusätzlich ist Arbeit am Schabbat verboten. Tatsächlich wird der Schabbat biblisch und traditionell als Tag der Ruhe gesehen.   Abschließend kann sich die Zahl sieben sich auf Perfektion beziehen. Offensichtlich gibt es eine Verbindung zwischen Heiligkeit und Perfektion.   Was ist die biblische Grundlage derer, die lehren, dass die Zahl sieben sich auf Vervollständigung/Vollständigkeit bezieht? Diese Lehrer beziehen sich auch auf den Schabbat. Im 1. Buch Mose lesen wir:  „Die Himmel und die Erde wurden am siebten Tag vollendet (fertiggestellt) samt ihrem ganzen Heer. Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das her gemacht hatte und er ruhte am siebten Tag von Seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte.“ 1. Mose 2, 1-2  Hier gibt es sicherlich eine biblische Grundlage, um die Zahl sieben mit Vollständigkeit zu verbinden. Doch im nächsten Vers wird festgestellt:  „Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn (wörtlich: machte ihn heilig), denn an ihm stellte Er seine Arbeit ein (d.h. er ruhte), all Sein Werk, das Gott schuf, als er es machte.“ 1. Mose 2, 3.  Jetzt haben wir zwei Konzeptionen, die sich auf sieben beziehen: Vollständigkeit und Heiligkeit. Wenn man in weiteren Abschnitten die Zahl sieben untersucht, taucht das Konzept von Heiligkeit (Heiligung) und Perfektion sehr viel öfter auf. Bevor wir uns ein paar solcher Abschnitte anschauen, lassen Sie uns Bezug nehmen auf einige weitere Verse, die die Zahl auf Vollständigkeit beziehen. In Offenbarung 10, 7 lesen wir, dass in den Tagen des siebten Engels das Geheimnis Gottes fertig gestellt (abgeschlossen) werden sollte. Das Wort, das mit „abgeschlossen“ oder „vollendet“ übersetzt wird, ist das griechische Wort τελέω, das große theologische Bedeutung hat. Es gibt zwei sehr bekannte Stellen, an denen dieses Wort erscheint. Eine finden wir Römer 10. Hier erscheint das in Frage kommende Wort in Form eines Substantivs. Obwohl es oft mit „Ende“ übersetzt wird, ist es für den Leser doch wichtig zu wissen, dass das Wort auch die Idee von „Ziel“, „Zweck“ oder „Zielsetzung (Absicht)“ beinhaltet. Der Vers aus Römer sagt wörtlich:  „Denn ein Ende der Torah (ist der) Messias zur Gerechtigkeit für jeden der glaubt.“ Römer 10,4  Es ist wichtig, dass es keinen bestimmten Artikel (der) vor dem Wort „Ende“ gibt. Wenn es die richtige Interpretation wäre, dass Yeshua das Ende des Gesetzes ist, dann hätte der Vers lauten müssen „Denn das Ende der Torah ist Messias (Christus)….„ Die meisten englischen und deutschen Übersetzungen haben hier den bestimmten Artikel, den es im Griechischen nicht gibt.  Es ist verfänglich, „ein Ende“ zu sagen. Tatsächlich hat der Messias kein Ende des Gesetzes gebracht; die Gebote der Torah wurden weiterhin von den Nachfolgern des  Messias gehalten. (Siehe Paulus in Apg. 21, 20-24). Die angemessene Übersetzung dieses Verses, wenn man die Bedeutung des Wortes τελοѕ in vollem Umfang versteht, ist  „Ein Ziel des Gesetzes ist der Messias (Christus), zur Gerechtigkeit für jeden der glaubt“.  Das Ziel oder der Zweck des Gesetzes ist nicht einfach nur, dass Menschen zum Glauben an den Messias kommen. Natürlich verfolgt die Torah viele Ziele. Auf jeden Fall deckt das Gesetz aber unsere Ungerechtigkeit auf und bringt uns dazu, Erlösung zu suchen durch den Messias. Obwohl die Torah definiert, was gerecht (und ungerecht) ist, kann allein Yeshua einer Person Gerechtigkeit bringen. Natürlich macht der Schluss des Verses deutlich, dass  der Messias Gerechtigkeit nur auf den überträgt, der glaubt.   Der andere Passus, der das Wort τελέω beinhaltet, ist Johannes 19, 30. In diesem Vers ist ‚Yeshua am Holz und weiß, dass alles erfüllt wurde‘ und sagt „Es ist vollbracht“. Die Betonung dieser Aussage liegt nicht auf der Tatsache, dass Sein Erlösungswerk abgeschlossen ist, obwohl auch das wahr ist. Vielmehr wurde dieses Werk in einer perfekten Art und Weise getan. Heiligkeit ist hier ebenfalls ein Aspekt. Für den Bibelschüler ist es sehr wichtig zu verstehen, dass Heiligkeit immer mit einem Zweck verbunden ist. Wie bereits oben erwähnt, gibt es eine starke Beziehung zwischen den Ausdrücken Heiligkeit und Heiligung. Tatsächlich ist sowohl im Griechischen als auch im Hebräischen das Wort Heiligung vom Wort heilig abgeleitet. Daraus ergibt sich, dass Yeshua sich auf das Werk berief, für das Gott der Vater ihn ausgesondert (geheiligt) hatte, als er rief „Es ist vollbracht“.    Wenn wir einen anderen Vers betrachten, der die Zahl sieben enthält, wird die  Angelegenheit noch klarer. Yeshua speiste eine Menge von 4.000 Menschen mit sieben Broten und einigen Fischen. Dies unterscheidet sich natürlich vom Bericht über die Speisung der Fünftausend. Nachdem die Menge gegessen hatte und satt war, wird dem Leser mitgeteilt, dass noch sieben volle Körbe aufgehoben wurden. Was bedeutet die Zahl sieben in diesem Abschnitt? Zunächst bezieht sich die Zahl 4.000 (die Zahl 4 mal 1000) auf die Welt. Beim Untersuchen dieses Abschnittes könnte man sagen, dass Yeshua für die ganze (komplette) Welt gekommen ist. Wenn wir allerdings den Zusammenhang dieses Abschnittes betrachten, scheint eine andere Interpretation besser zu passen. Im vorigen Abschnitt hat Yeshua die Lahmen, Tauben, Blinden und Verstümmelten geheilt. Der Zusammenhang ist nicht nur der, dass er sie ganz (heil) gemacht hat, sondern von ihnen wird auch gesagt, dass sie den Gott Israels verherrlicht haben. In anderen Worten sind diejenigen, die vorher unfähig gewesen sind, Gott anzubeten, jetzt dazu befähigt. Der Punkt ist, dass Yeshua nicht nur kam, um der gesamten (ganzen) Welt zu dienen, sondern die Welt heilig zu machen, d.h. die Welt zu Seinem Zweck zu heiligen. Genauso ist es, wenn in der Offenbarung die sieben Geister oder die sieben Leuchter erwähnt werden, auch da geht es nicht um  Vervollständigung, sondern um Heiligkeit und Heiligung.   Wenn wir uns die Zahl zehn ansehen, wird deutlich werden, dass das Konzept der Vervollständigung viel besser zu dieser Zahl passt als zur Zahl sieben.

8

# 8
Das Königreich Gottes, Erlösung und Neuheit oder Erneuerung

Die Zahl acht bringt sowohl im Judentum als auch im Christentum „Neuheit“ zum Ausdruck. Viele Lehrer bezeichnen sie als Zahl der Erlösung oder Zahl des Königreichs. Im Sprachgebrauch bezieht sich diese Zahl acht auf Beschneidung, denn ein männliches Kind wurde am achten Tag beschnitten. Es war auch der achte Tag, an dem das Kind einen Namen erhielt. Durch den Bund der Beschneidung und den Erhalt eines hebräischen Namens trat das Kind in eine neue Beziehung ein als Mitglied der Kinder Israels.   Beschneidung bezieht sich auch auf den Tod des Fleisches (der fleischlichen Natur); dies ist einer der wichtigsten Ergebnisse der Erlösung. Nicht fleischlich gesinnt sein ist gleichbedeutend damit, ein dem Königreich angemessenes Leben zu führen.   Bevor wir einige Bespiele der Schrift untersuchen, sollte noch gesagt werden, dass die frühen Kirchen oft mit acht Mauern gebaut wurden, um den Glauben in die Auferstehung zu betonen (die Hoffnung auf das Königreich). Die Bibel sagt, dass Yeshua am ersten Tag der Woche vom Tod erstand. Wenn man jedoch die sieben Tage der vorhergehenden Woche mit einbezieht und den Tag der Auferstehung dazuzählt, kommt man auf acht.  Deshalb hat man im Christentum die Zahl acht auf die Konzeption der Auferstehung bezogen, aber nicht nur auf die Auferstehung Yeshuas, sondern auch auf die aller, die ins Reich Gottes kommen werden. Auferstehung und Königreich sind oft miteinander verbunden, sowohl im Judentum als auch im Christentum.   Im dritten Buch Mose stellt Mose eine Liste der Festtage Gottes auf. Der letzte Festtag ist bekannt als der Achte Versammlungstag (siehe 3. Mose 23, 36). Obwohl die Schrift sehr wenig über dieses Fest aussagt, wird es als Schabbat gefeiert und wird eine Heilige Versammlung genannt. Während im Christentum dieser Tag total ignoriert wird, legt man im Judentum großen Wert darauf und versteht seine Erwähnung als Hinweis auf das Königreich.   Ein klassisches Beispiel auf die Zahl acht finden wir in Apg. 9. Dort wird ein Mann, der seit acht Jahren gelähmt ist, von Petrus geheilt. Es ist kein Zufall, dass es im nächsten Abschnitt um Auferstehung geht. In 1. Petrus 3, 20 werden acht Personen erwähnt. Diese sind Noah und seine Frau und ihre drei Söhne und deren Frauen. Es waren diese acht Personen, mit denen HaShem seine Geschichte neu begann. Dies ist eine der Stellen, an denen man die Beziehung der Zahl acht zum Konzept der Neuheit sehen kann. In der weitaus größten Anzahl der Stellen, an denen die Zahl acht in der Schrift auftaucht, ist sie Teil einer zusammengesetzten Zahl. Zum Beispiel war in Johannes 8 ein Mann seit 30 und 8 Jahren (38) gelähmt. Dieses Beispiel gibt eine gute Illustration, wie man mit einer zusammengesetzten Zahl umgehen sollte.   Obwohl die Zahl 30 im Allgemeinen die Bedeutung von Tod hat, ist es auch möglich, sie als eine Multiplikation von fünf und sechs sowie von drei und zehn zu verstehen. Die Idee dahinter würde bedeuten, dass wenn Unvollkommenheit (5) auf Gottes Gnade (6) trifft, ein neuer Anfang (8) dabei herauskommt. Man könnte diese Interpretation auch etwas geistlicher ausdrücken: Als Sünder sind wir zu unvollkommen (5), um in Gottes Reich zu kommen, aber wenn wir die Gnade Gottes (6) erfahren, werden wir zu einer neuen Schöpfung (8) und sind jetzt nicht mehr zu unvollkommen für Gottes Königreich.   Wenn man die anderen Zahlen nimmt (3 und 10) kann man aus der Zahl 38 Folgendes ableiten: Wie wir gelernt haben, beinhaltet die Zahl 3 die Bedeutung von Prüfung. Daraus ergibt sich, dass die Zahl 30 bedeuten kann, dass man vollständig und genaustens (10) geprüft (3) wird. Gewöhnlich betet eine Person, die sich in einer Prüfung befindet, sofort darum, dass diese Prüfung aufhört oder dass sie aus der Versuchung herausgenommen wird. Mit diesem Beispiel soll Folgendes ausgedrückt werden: Wird jemand vollständig und durch und durch (10) geprüft (3) und wenn der Zweck dieses Tests abgeschlossen ist, dann gibt es für diese Person einen neuen Anfang (8).

9

# 9
Werk, Tat, Auswirkung, Ergebnis

Die Zahl neun wird im Judentum so verstanden, dass damit Werk, Arbeit, Tat, Resultat oder Ergebnis zum Ausdruck gebracht werden kann. Eine gebräuchliche Illustration ist die, dass eine Frau neun Monate schwanger ist und dann das Ergebnis dieser Schwangerschaft sichtbar wird. Obwohl die Zahl einige Male im Alten Bund auftaucht, wird sie oft gebraucht, um einfach von einem Zeitabschnitt zu sprechen, d.h. von etwas, dass im neunten Jahr geschah. Wenn wir uns das Vorkommen der Zahl neun im Neuen Bund ansehen, wird die Interpretation dieser Zahl deutlicher. Im Lukasevangelium dient Yeshua zehn Leprakranken. Als diese zehn Leprakranken Yeshuas Befehl gehorchen und sich den Priestern zeigen, werden sie geheilt. Nur einer kam zurück und dankte Yeshua. Die anderen neun gingen augenscheinlich weiter zu den Priestern. Der Punkt ist der, dass der eine Leprakranke, der zu Yeshua umkehrte, verändert wurde; die anderen neun wurden nur äußerlich geheilt. Biblisch gesehen ist Lepra nicht die Krankheit, wie die Welt sie gewöhnlich sieht, nämlich eine natürliche Hautkrankheit, die hoch ansteckend ist. In der Bibel ist Lepra ebenfalls hoch ansteckend, aber ihre Ursache ist Stolz und liebloses Reden. Also ist derjenige, der zu Yeshua umkehrte, auch derjenige, der nicht nur äußerlich geheilt wurde, sondern auch innerlich. Denn er dachte nicht nur daran, von den Priestern als rein bezeichnet zu werden, sondern er wollte zuerst Yeshua danken. Dankbarkeit ist eine Tat der Demut und nicht des Stolzes. Die neun, die geheilt wurden und nicht zu Yeshua umkehrten, waren nur auf das Ergebnis des Wunders bedacht. In anderen Worten, sie schauten nur auf das Werk oder die Tat von Yeshua und nicht auf den geistlichen Aspekt ihrer Situation.   Als wir die Zahl sechs studierten, haben wir auch schon über die Zahl neun gesprochen. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass viele englische und auch deutsche Übersetzungen – sogar einige der wörtlicheren Übersetzungen – immer noch Interpretationen weitergeben, die nicht gerechtfertigt sind. Dies ist oft der Fall, wenn es um die Uhrzeit (die Tageszeit) geht. Die neunte Stunde ist ja ein Ausdruck für drei Uhr nachmittags. Deshalb ändern viele Übersetzungen die neunte Stunde in drei Uhr nachmittags, anstatt den Text wie im Original wiederzugeben, und ohne die Leser über die vorgenommene Übertragung in Kenntnis zu setzen. Indem sie dies tun, rauben sie dem Leser die Möglichkeit, von der Bedeutung und dem richtigen Verständnis der ursprünglich im Text genannten Zahl zu profitieren.   In unserem bei der Zahl sechs genannten Beispiel wird gesagt, dass Dunkelheit die Erde ungefähr von der sechsten bis zur neunten Stunde bedeckte (s. Matt. 27, 45). Wir haben dies so interpretiert, dass durch die Erwähnung der Zahlen sechs und neun zum Ausdruck kam, dass Yeshua am Kreuz eine Tat / ein Werk (9) vollbrachte, wodurch die Gnade Gottes (6) wirksam wurde. Genauso im nächsten Vers (Matt. 27, 46). Yeshua rief zur neunten Stunde „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?“. Diese Aussage spricht über das Ende / das Ergebnis der Sünde. Natürlich nicht Yeshuas Sünde (Gott verhüte), denn Er war ohne Sünde! Allerdings berichtet die Schrift, dass „Der, Der von keiner Sünde wusste, von Gott für uns zur Sünde gemacht wurde, damit wir in Ihm zur Gerechtigkeit würden“ (2. Kor. 5, 21). Der Punkt ist der, dass die Schrift die neunte Stunde erwähnte, um das Ergebnis zu offenbaren, dass Yeshua für uns zur Sünde wurde, d.h. Seinen Tod. Sünde und Tod stehen in der Bibel grundsätzlich miteinander in Beziehung, deshalb ist auch zur neunten Stunde das Ergebnis, die Konsequenz der Sünde deutlich geworden. Es ist klar, dass es keine zufällige Begebenheit ist, dass Yeshua zur neunten Stunde starb. Es verweist auf das Werk des Messias, der für die Sünde der Welt starb.

10

# 10
Vervollständigung, Ganzheit, in einem generellen Sinn, Gesamtheit

Die Zahl zehn bezieht sich auf Vollständigkeit, Ganzheit oder spricht von etwas in seiner Gesamtheit. Im Lukasevangelium benutzt Yeshua die Zahl zehn oft in Seinen Gleichnissen oder wenn er von einem Geschehen erzählt. Yeshua sprach über zehn Münzen (Kapital 15), von zehn Leprakranken (Kapitel 17), von zehn Knechten (oder Dienern, Kapitel 19), und von den zehn anvertrauten Pfunden (Kapitel 19). Im Matthäusevangelium spricht Yeshua von den zehn Jungfrauen, während er sich im Markusevangelium auf zehn Städte bezieht. In all diesen Abschnitten nutzt Yeshua diese Zahl in einer kollektiven Weise. In anderen Worten spricht Er über zehn in einer generellen Weise bzw. bezieht sie auf ein Ganzes.   In der Offenbarung, Kapitel 13 und 17, erscheint die Zahl 10 im Zusammenhang mit 10 Hörnern. Diese zehn Hörner beziehen sich auf ein Tier, das auch sieben Köpfe hatte. Diese zehn Hörner sind zehn Könige, die mit dem Tier regieren. Warum genau 10 Könige? Anders als Israel werden alle Nationen der Welt dem Tier dienen. Also repräsentieren die zehn Könige die Welt in ihrer Gesamtheit oder als Ganzes. In diesem Beispiel mag es zuerst rätselhaft erscheinen, warum die Zahl sieben in Bezug auf das Tier gebraucht wird, wo sich sieben doch auf Heiligkeit oder Vollkommenheit bezieht. Die Lösung dieser Schwierigkeit ergibt sich, wenn man sich erinnert, dass die Zahl sieben sich auch auf einen bestimmten Zweck beziehen kann oder darauf, dass jemand für einen bestimmten Zweck abgesondert wird. Daraus ergibt sich, dass das Tier dazu bestimmt wurde, im Widerstand zu den Plänen Gottes zu stehen.   Im Hebräischen kann das Wort, mit dem eine heidnische Tempelprostituierte beschrieben wird, auch als „die Heilige“ übersetzt werden. Sicherlich ist sie nicht heilig im Sinne unseres Verständnisses; allerdings wird im Hebräischen mit dem Wort „heilig“ auch ausgedrückt, dass diese Frau zu einem bestimmten Zweck abgesondert (geheiligt) wurde. Offensichtlich handelt es sich um eine sehr unheilige Bestimmung; doch im Hebräischen bezieht sich das Wort „heilig“ eben nicht nur auf einen guten oder gottesfürchtigen Zweck, sondern es reicht einfach ein Zweck.

12

# 12
Das Volk Gottes

Natürlich kommen uns sofort zwei Gedanken in den Sinn, wenn die Zahl zwölf erwähnt wird. Erstens denken wir an die zwölf Stämme Israels und zweitens an die zwölf Jünger. Beide Gruppen repräsentieren das Volk Gottes. Daraus folgt, dass der Leser an das Volk Gottes in einer einzigarten oder spezifischen Art und Weise denken sollte, wenn die Zahl zwölf in der Heiligen Schrift auftaucht.

13

# 13
Einheit zwischen Mensch und Gott, das Geschehen guter Dinge

Auf die Bedeutung der Zahl dreizehn kommt man, wenn man die Zahlen eins und zwölf kombiniert. Wir haben gelernt, dass sich zwölf auf das Volk Gottes und die Zahl eins auf HaShem bezieht. Deshalb spricht die Zahl dreizehn von einer Einheit zwischen Gott uns Seinem Volk. Das klassische Beispiel finden wir im Buch Josua.  „Insgesamt waren es dreizehn Städte samt ihren Weideplätzen für die Söhne Aarons, die Priester.“ Josua 21,19  Die generelle Berufung der Priester war es, Einheit zwischen HaShem und Seinem Volk zu bringen.  Die Zahl dreizehn taucht auch auf, wenn dem Volk befohlen wird, HaShem ein besonderes Opfer zu bringen. Es gibt eine klare Bezugnahme auf dreizehn Stiere, die geopfert werden sollten (2. Mose 29, 13-14). Offensichtlich ist der Zweck einer Opfergabe, die ein wohlgefälliger Geruch für HaShem sein sollte, Einheit. Diese Einheit ist kein Selbstzweck, sondern diese Einheit zwischen Gott und Seinem Volk hat eine mächtige, besondere Zielsetzung. Was ist das für eine Zielsetzung? Die Antwort lautet, das Ziel ist Sieg, oder die Erfüllung von Gottes Willen. Im 1. Buch Mose liest man, dass Ismael im Alter von 13 Jahren beschnitten wurde. Beschneidung drückt den Tod des Fleisches aus. In anderen Worten, der Tod des Fleisches ist ein Resultat des Glaubens, die Grundlage für den abrahamitischen Bund. Der Tod des Fleisches bedeutet die Erfüllung von Gottes Willen; und aus diesem Grund schließt HaShem einen Bund mit dem Menschen. Wieder bezieht sich die Erfüllung von Gottes Willen auf Sieg.   Dieselbe Idee lässt sich feinsinnig hinter der Geschichte der Mauern von Jericho erkennen. Die Kinder Israel mussten sechs Tage lang jeweils einmal um die Mauern von Jericho laufen und am siebten Tag (dem Schabbat) wurde Ihnen befohlen, dies siebenmal zu tun. Rabbinische Lehrer weisen darauf hin, dass die Kinder Israel insgesamt 13 Mal um die Stadt Jericho gelaufen sind. Indem sie die Befehl HaShems erfüllt hatten, waren sie mit Gott vereint durch den Gehorsam Seinem Wort gegenüber, dann stürzte die Mauer übernatürlich zu Staub zusammen. Diese wundersame Begebenheit gab den Kindern Israel Sieg. Deshalb bezieht sich die Zahl dreizehn auf Einheit zwischen Gott uns Seinem Volk, die zum Sieg führt. In diesem Beispiel setzte sich die Zahl 13 aus 6 und 7 zusammen. Dies zeigt einen weiteren Aspekt der Zahl 13. Wir haben gesehen, dass mit der Einheit die Einheit zwischen Mensch נּגאלוund Gott gemeint ist. Die Zahlen sechs und sieben entsprechen dieser Idee. Die einzige Möglichkeit, dass es Einheit zwischen dem Menschen und einem Heiligen Gott geben kann, ist, wenn Sünder heilig (7) gemacht werden – durch die Gnade Gottes (6).   Im Buch Esther erscheint die Zahl 13 am meisten – sechs Mal kommt sie vor. Jedes dieser Ereignisse steht im Zusammenhang mit dem 13. Tag des 12. Monats. Ursprünglich bezieht sich dieses Datum auf Hamans Plan, das jüdische Volk zu zerstören. Es ist sehr bedeutungsvoll, dass dieses Datum am ersten Monat festgelegt wurde, dem Monat Nissan, der der Monat der Erlösung, d.h. des Passahfestes ist für das jüdische Volk, und das im 12. Jahr des Königs. Der Leser muss sich erinnern, dass sich die Zahl 12 auf das Volk Gottes bezieht. Deshalb sollte der Leser aus diesem Vers (Esther 3, 7) ableiten, dass - obwohl Haman an diesem Datum die Zerstörung des jüdischen Volkes geplant hatte – HaShem es zur  Erlösung Seines Volkes bestimmt hatte. Zum Schluss wurde der 13. Tag bekannt als das Fasten Esthers. Eines der vorrangigsten Ziele des Fastens ist es, sich selbst von den Dingen zu befreien, die den Fastenden von Gott trennen. Deshalb zielt das Fasten auf Einheit zwischen Mensch und Gott.

14

# 14
Doppelter Segen oder Gottes Vorsehung

Die Idee, die hinter der Zahl vierzehn steht, ist ein doppelter Segen oder der Ausdruck von Gottes Vorsehung für Sein Volk. Die Rabbis stellen fest, dass Jakob vierzehn Jahre arbeitete und als Ergebnis dieser vierzehn Arbeitsjahre bekam er zwei Ehefrauen, Lea und Rachel. Eine Frau ist eine Gehilfin (1. Mose 2, 18) und die Schrift sagt, dass der, der eine Ehefrau gefunden hat, etwas Gutes gefunden hat (Sprüche 18, 22). Daraus ergibt sich, dass aus diesen vierzehn Jahren Arbeit die Kinder Israel hervorgingen (die dazu berufen waren, ein Segen für die Welt zu sein).   Das Passahfest wird am 14. Tag des jüdischen Monats Nissan gefeiert. Auch hier fand, gem. der rabbinischen Tradition (Talmud – Rosh HaShana 11a), nicht nur die erste Erlösung am 14. Tag des Nissan statt, sondern auch die letzte, die abschließende Erlösung בניסן - יהושוע רבי ליגאל עתידין בניסן נגאלו . Der Punkt ist, dass dieses Datum, der 14. Nissan, ein doppelter Segen ist oder der zweite Ausdruck der Vorsehung für Sein Volk sein wird. Der erste Segen war der Auszug aus Ägypten in das Land der Verheißung, d.h. Israel; und der zweite Segen wird der Auszug von der Sünde hin ins Reich Gottes – durch unser Passahlamm, den Messias Yeshua (Jesus Christus).   In ähnlicher Weise weihte König Salomo den Tempel während des Laubhüttenfestes (Sukkot). Dieses Fest dauert sieben Tage; allerdings wollte Salomo ausdrücken, welch großer Segen dies war und feierte das Fest noch weitere sieben Tage, d.h. insgesamt 14 Tage lang.   Im    Neuen    Testament    erscheint    die    Zahl    14    bereits    im    ersten    Kapitel    des  Matthäusevangeliums. Dem Leser wird berichtet, dass es im Geschlechtsregister des Messias 14 Generationen liegen zwischen Abraham und David und 14 Generationen zwischen David und dem Exil, dann 14 Generationen vom Exil bis zum Messias. Es wird so verstanden, dass der Messias der zweite Erlöser ist (Mose der erste) und die Errichtung des Reiches durch den Messias der zweite Ausdruck von Gottes Verheißung für Sein Volk, von dem die Propheten oft gesprochen haben. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass es eigentlich nur 13 Generationen vom Exil bis zur Geburt des Messias sind. Die Tatsache, dass der Text von 14  spricht, ist aber kein Irrtum. Es ist ein subtiler Hinweis nicht auf das erste Kommen des Messias, sondern auf Sein zweites, wenn Sein Königreich errichtet wird. Im Judentum wird oft von der letzten Generation als von der nächsten gesprochen, und so wird die Erwartung des Königreiches unterstrichen.

17

# 17
Ein Hervorheben der Bedeutung der Nummer sieben, d. h. durch und durch geheiligt, oder ganz und gar zu einem bestimmte Zweck abgesondert

 

Die Zahl 17 bezieht sich auf die Bedeutung der Zahlen zehn und sieben. In anderen Worten: die Zahl 17 drückt vollkommene (10) Heiligung aus. Das Beispiel, das im Judentum genannt wird, ist Josef. In 1. Mose 37 wird dem Leser die Nachkommenschaft Jakobs angekündigt – aber es wird nur ein Nachkomme genannt: Josef. Das erste, das über Josef gesagt wird, ist, dass er 17 Jahre alt war (1. Mose 37, 2). Der Leser erfährt dann von Josef, dass er einige Jahre lang durch eine Anzahl von Anfechtungen ging, von denen alle dazu dienten, ihn auf seine Aufgabe als Führer der Welt vorzubereiten. In anderen Worten wurde Josef für eine Zeit der Heiligung abgesondert, so dass er für Gottes Zweck vorbereitet wurde.   Wenn wir die Schrift untersuchen, finden wir heraus, dass die Zahl 17 sich klar auf den Willen Gottes bezieht, das bedeutet auf einen göttlichen Zweck. Noch einmal, Absonderung zu einem bestimmten Zweck hat mit dem biblischen Konzept der Heiligkeit zu tun. Die Schrift sagt, dass es am 17. Tag des Monats zu regnen begann (1. Mose 7, 11), dass die Arche am 17. Tag des Monats zur Ruhe kam (1. Mose 8, 4), dass Jakob 17 Jahre in Ägypten lebte (1. Mose 47, 28), und Jeremia gem. dem Willen Gottes ein Feld für 17 Schekel kaufte (Jeremia  32, 9).

18

# 18
Leben (gem. jüdischer Tradition)

 

Die jüdische Tradition assoziiert die Zahl achtzehn mit dem Konzept des Lebens. Der wichtigste Grund hierfür ist, dass die zwei hebräischen Buchstaben, mit der die Zahl 18 ausgedrückt wird, Leben bedeuten (jeder hebräische Buchstabe hat einen Zahlenwert). Im Neuen Bund ist die Zahl 18 nur in Lukas, Kapitel 13, zu finden. Dort kommt sie drei Mal vor (Lukas 13, 4, 11 und 16). Zu Beginn sprach Yeshua über 18 Leute, die vom Turm zu Siloah erschlagen wurden. Das lässt vermuten, dass die Zahl 18 eher zum Gegenteil von Leben, nämlich zu Tod, passt. Es ist in diesem Zusammenhang aber sehr wichtig, dass der Leser versteht, dass es im ersten Teil dieses Kapitels um Buße  gegangen ist. Als nächstes sagt Yeshua „Wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen.“ Die Botschaft Yeshuas ist es, dass Buße zum Leben führt. Das zweite und dritte Mal, dass die Zahl 18  genannt wird, betrifft eine Frau, die seit 18 Jahren durch eine Verkrümmung gebunden war. Es war an einem Schabbat, dass Yeshua sie heilte. Während er sie heilte, sagte Yeshua, dass es richtig sei, dass die Frau an einem Schabbat geheilt würde, denn sie sei auch eine Tochter Abrahams und seit 18 Jahren eine Gebundene.   Es gibt bedeutsame Begriffe, die Yeshua in diesem Abschnitt gebrauchte. Schabbat bezieht sich auf das Königreich. Die Frau wird eine Tochter Abrahams genannt. Dieser Ausdruck beinhaltet das Erbe der Verheißung, die Gott Abraham gegeben hatte, d.h. Segen.  Und letztlich wird auch die Zahl 18 genannt. Die Lehre, die der Leser aus dieser Lektion zeihen sollte, ist es, dass Buße grundlegend ist für das Königreich, d.h. das Ziel des abrahamitischen Bundes. Dies alles deutet auf ein Leben im Überfluss, auf die die Zahl 18 hinweist.   Bei der Untersuchung von mehr als zwei Duzend Begebenheiten im Alten Bund mit der Zahl 18 zeigt sich keine klare Verbindung dieser Zahl zur Bedeutung Leben.

30

# 30
Tod

 

Die Zahl dreißig wird im Judentum so verstanden, dass sie sich auf Tod bezieht. Eine der Trauerzeiten ist bekannt als „Shaloshim“. Dies ist im Hebräischen tatsächlich das Wort für 30. Die Verbindung der Zahl 30 mit Tod können wir an der Tatsache erkennen, dass die Kinder Israel 30 Tage lang um Aaron trauerten (s. 4. Mose 20, 29). Genauso trauerte das Volk genau 30 Tage um Mose, als er starb (s. 5. Mose 34, 8). Ein weiterer Bezug der Zahl 30 zu Tod finden wir in der Tatsache, dass Josua 30.000 Man mit sich nahm, als er zum zweiten  Mal gegen Ai kämpfte (s. Josua 8, 3). Dieses Mal war Israel erfolgreich und Ai kam zu Tode. Es ist wichtig, dass der Leser erfährt, dass 12.000 Menschen starben, alles Volk von Ai (s. Josua 8, 25). Hier bezieht sich die Zahl 12 (12.000) auf das Volk, wie wir es in unserer Studie bzgl. der Zahl 12 gesehen haben. Und auf die Tatsache, dass alle starben, wird durch die 30.000 Soldaten Josuas hingewiesen.   Im Neuen Bund erfährt der Leser, dass Judas Yeshua verriet und ihn an die jüdischen Führer auslieferte, die ihn für 30 Silberlinge zu Tode brachten (s. Matth. 26, 15). Im Lukasevangelium wird gesagt, dass Yeshua ungefähr 30 Jahre alt war, als er Seinen Dienst begann. Was war der wichtigste Aspekt Seines Dienstes? In anderen Worten, zu welchem Zweck kam Yeshua in diese Welt? Die Antwort ist, um Sein Leben zur Erlösung hinzugeben. Tod ist die Hauptzutat für Erlösung. Wie wir lesen, gibt es ohne das Vergießen von Blut (Tod) keine Erlösung.

40

# 40
Umbruch oder Veränderung

 

Oft wird von der Zahl vierzig als von einer Generationenzahl gesprochen. Es gibt  in der Schrift keinen Beweis für solch eine Interpretation. Die Zahl 40 spricht von Wechsel oder Veränderung. Beispiele für diese Sichtweise gibt es sowohl im Alten wie im Neuen Bund.  •       Es regnete 40 Tage lang in den Tagen Noahs (s. 1. Mose 7,12). Dieser Regen brachte eine Veränderung, denn HaShem fing mit der Familie von Noah noch einmal ganz neu an.  •       Mose war für 40 Tage und 40 Nächte auf dem Berg Sinai (s. 2. Mose 34, 28). Obwohl dies bereits das zweite Mal war, dass Mose auf den Berg ging, war es doch dieses Mal, dass das Gesetzt dann tatsächlich den Kindern Israel gegeben wurde und eine Veränderung für Israel eintrat mit dem Befehl, jetzt das Gesetz zu befolgen.  •       Yeshua wurde in den Bergen von Judäa für 40 Tage und 40 Nächte auf die Probe gestellt (s. Matt. 4, 2) und danach begann er seinen Dienst. Daraus folgt, dass es eine Veränderung eintrat, d.h. von der Zeit, in der Yeshua nicht gedient hatte zu der Zeit hin, als Er anfing, den Willen Seines Vaters in einer sendungsbezogenen Art und Weise zu erfüllen.   •       Nach der Auferstehung erschien Yeshua 40 Tage lang (Apg. 1, 3) auf der Erde und dann fuhr Er zum Himmel auf. Yeshuas Dienst auf der Erde war beendet und es gab einen Wechsel, einen Übergang auf Seine Jünger, die jetzt in den Dienst eintraten.  •       In der Erzählung von Absolom wird dem Leser mitgeteilt, dass nach 40 Jahren (s. 2. Samuel 15, 7) Absalom seinen Vater um Erlaubnis bat, nach Hebron zu gehen. Obwohl er sagte, er wolle seine Eide erfüllen, nutzte er diese Ausrede nur, um seine Rebellion gegen David, seinen Vater, zu beginnen. Warum wurden die 40 Jahre erwähnt? Auf was beziehen sich diese 40 Jahre. Einige Kommentatoren sagen, die 40 Jahre waren die Zeitspanne, gerechnet vom Zeitpunkt als Saul König geworden war.  Ob das stimmt oder nicht, steht nicht fest. Was allerdings klar ist, ist dass es einen Wechsel in der Führung von Israel gab. Die Zahl 40 erscheint in Vers 7, um den Leser dabei zu unterstützen, diesen Wechsel in der Führung zu erkennen.   Zahlreiche andere Bespiele könnten noch genannt werden, aber diese wenigen sollen ausreichen, um die Bedeutung und die Nutzung der Zahl 40 in der Schrift aufzuzeigen.

50

# 50
Freiheit und Ungebundenheit

 

Wenn man die Zahl 50 hört, sollte einem sofort das Jubeljahr in den Sinn kommen, denn alle 50 Jahre gibt es ein Jubeljahr. In 3. Mose ist Folgendes zu lesen  „Und du sollst das 50. Jahr heiligen und du sollst es (dieses Jahr) ein Jahr der Freiheit nennen für alle, die im Land wohnen, es soll ein Jubeljahr für dich sein….“ 3. Mose 25, 10.  Der Schlüssel ist das hebräische Wort ר ר  , das Freiheit bedeutet. Wenn man die Beschaffenheit dieses Wortes für Freiheit untersucht, wird man die Beziehung zwischen Freiheit und dem Willen Gottes verstehen. Anders ausgedrückt ist dies die Freiheit, die von Gott geschenkt wird, so dass Sein Wille im Leben eines Menschen verwirklicht werden kann. In Verbindung mit diesem Verständnis steht eine weitere Erwähnung der Zahl 50.   Die Torah spricht von drei besonderen Festen, an denen jeder jüdische Mann, der 20 Jahre und älter ist, hinauf nach Jerusalem gehen und das Fest dort begehen muss.  Das sind das Fest der Ungesäuerten Brote, das Wochenfest und das Laubhüttenfest. Das Wochenfest hat seinen Namen von der Tatsache, dass HaShem den Kindern Israel befahl, sieben Wochen zu zählen und der nächste Tag war dann ein heiliger Tag. Allerdings mussten die Kinder Israel nicht nur sieben Wochen, sondern auch 50 Tage zählen. Deshalb ist ein anderer Name des Wochenfestes auch Pfingsten, abgeleitet vom griechischen Pentacost (50), d.h. das Fest der Fünfzig. Obwohl das Judentum traditionell dieses Fest mit der Gabe der Zehn Gebote assoziiert, ist es dieses Fest im Neuen Bund ganz klar mit der Gabe des Heiligen Geistes verbunden. Es ist sehr wichtig für den Leser zu verstehen, dass nur wenn der Heilige Geist in jemand wohnt, sich eine Person wirklich von der Verstrickung der Sünde lösen kann und frei gemacht ist, dem Willen Gottes gehorsam zu sein.     Ein anderes Beispiel der Schrift lässt sich in den Evangelien finden. Hier machte Yeshua 5.000 (100 x 50) Menschen satt. Er ließ die 5.000 Menschen sich in Gruppen zu je 50 lagern. Offensichtlich wird hier Wert auf die Zahl 50 gelegt. Eine der theologischen Lehren, die sich aus diesem Abschnitt ziehen lässt, ist dass der, der im Glauben handelt, nicht an die Dinge dieser Welt gebunden ist. Vielmehr ist er frei, oder befreit, um Gott zu dienen.   Schlussfolgerung: Zahlen können oft dabei helfen, den Leser bei einer genaueren Interpretation der biblischen Texte zu unterstützen. An den Beispielen, die in diesem Artikel genannt wurden, kann man erkennen, wie die Zahlen, die in der Bibel erscheinen, genutzt werden können; ebenso ermöglichen die Beispiele das Erlernen von Regeln bzw. einer Methodologie, um diese Zahlen zu interpretieren.   Noch einmal, es sind zwei wichtige Fakten zu bedenken:   1.             Die Bedeutung jeder Zahl sollte nur bei den Zahlen Anwendung finden, die in der Schrift vorkommen – und nicht bei den Zahlen, die uns im täglichen Leben begegnen.   2.             Die Bedeutung jeder Zahl muss nicht unbedingt bei jedem Vorkommen in der Schrift relevant sein.  Daraus ergibt sich, dass man bei der Anwendung der Zahlenbedeutungen während der Interpretation des Bibeltextes Vorsicht walten lassen sollte.

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